„Nicht nur Schule, sondern Lebensraum“

Landtagsabgeordnete Heike Wermer besucht St. Felicitas-Schule in Vreden

23.09.2020
Alexander Brockmeier MdL, Heike Wermer MdL, Sven Kruse (Schulleiter), Elisabeth Ingenhorst (Vorsitzende des Förderverein St. Felicitas-Schule), Carsten Lobbel (stv.Schulleiter)
Alexander Brockmeier MdL, Heike Wermer MdL, Sven Kruse (Schulleiter), Elisabeth Ingenhorst (Vorsitzende des Förderverein St. Felicitas-Schule), Carsten Lobbel (stv.Schulleiter)

Vreden. Die Landtagsabgeordnete Heike Wermer besuchte am vergangenen Montag (21.09.) die St. Felicitas-Schule in Vreden. Gemeinsam mit ihrem Landtagskollegen, dem FDP-Abgeordneten Alexander Brockmeier, nutzte sie die Zeit, um mit Vertreterinnen und Vertretern des Lehrerkollegiums ins Gespräch zu kommen. Die St. Felicitas-Schule ist eine der wenigen Förderschulen im Kreis Borken und in Trägerschaft der Stadt Vreden. 

Schulleiter Sven Kruse und der stellvertretende Schulleiter Carsten Lobbel sowie die Vorsitzende des Fördervereins St. Felicitas-Schule Elisabeth Ingenhorst empfingen die Gäste zu einem Austausch in Vreden. Zu Beginn erklärte Schulleiter Sven Kruse die Strukturen der Förderschule und stellte heraus, dass der Bedarf in der Region sehr groß sei.

218 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit zur Förderschule in Vreden – die Kapazitäten seien damit voll ausgelastet. Jedes Kind wird ab der Primarstufe individuell gefördert und in kleinen Gruppen unterrichtet. Zu den Förderschwerpunkten der Schule gehören vor allem das Lernen, die Sprache und das emotionale und soziale Verhalten. Von der ersten bis zur zehnten Klasse werden die Schülerinnen und Schüler auf das nachschulische, insbesondere auf das berufliche Leben vorbereitet.

Der Unterricht findet in einem gebundenen Ganztag statt. Jeden Mittag wird frisch gekocht, am Nachmittag gibt es ein abwechslungsreiches Programm. „Wir arbeiten mit Bauernhöfen und Gärtnern zusammen und haben viele tolle Praxisangebote. Die Kinder kommen gern hier her – der Ort ist viel mehr für sie als nur eine Schule, es ist ein Lebensraum“, erklärte Sven Kruse seinen Gästen. 

Zurzeit arbeiten 45 Lehrerinnen und Lehrer an der St. Felicitas-Schule, insgesamt hat die Schule 88 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Schulleiter Sven Kruse lobt das Kollegium „Bei uns herrscht eine hohe Arbeitszufriedenheit. Gerade weil wir eine sehr bunt gemischte Gruppe sind, kommen wir gut miteinander aus – das macht uns stark. Insgesamt wünschen wir uns für die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf an allen Schulen mehr sonderpädagogische Lehrkräfte.“

Die Landtagsabgeordnete Heike Wermer erkundigte sich abschließend nach der Unterrichtssituation während der Corona-Pandemie. Die Schülerinnen und Schüler seien hier besonders betroffen gewesen. Digitale Endgeräte seien nicht in allen Haushalten eine Selbstverständlichkeit und viele Kinder benötigen einen geregelten Tagesablauf. „Wir sind froh, dass der Unterricht jetzt einigermaßen normal weitergehen kann. Die Kinder machen das toll, halten den Abstand ein und setzen wie selbstverständlich ihren Mund-Nasen-Schutz auf“, erklärte der stellvertretende Schulleiter Carsten Lobbel.

„Die Förderschule St. Felicitas ist gut aufgestellt. Aber das Gespräch hat gezeigt, wo Schwierigkeiten bestehen. Ich höre leider nicht zum ersten Mal von den Lehrerabordnungen und deren Folgen. Genau da müssen wir schauen, wie wir das Förderschulsystem unterstützen können. Denn das Gemeinsame Lernen an den Regelschulen ist nicht immer für alle Kinder mit Förderbedarf geeignet. Wir als CDU stehen zur Wahlfreiheit der Eltern und Schülerinnen und Schüler, zwischen beiden Schulsystemen wählen zu können“, resümierte die Landtagsabgeordnete.